Freitag, 23. März 2012

B-Mix im TV-Alex


Nachdem Jörg Braunsdorf von der Tucholsky-Buchhandlung mich wöchentlich bittet, stapelweise Bücher zu signieren, die er dann zu allem Überfluß auch noch stapelweise verkauft, würde ich noch ganz andere Texte von ihm hier einfach so übernehmen... Aber jetzt erst einmal der hier:

Lesen und Lesen lassen!
Die Tucholsky-Buchhandlung 60 Minuten im Fernsehen.
Unter diesem Motto hatten wir vor einigen Wochen einen
wunderschönen Abend rund um das Kulturgut Buch, der
von dem B-Mix-Berlin-Team aufgenommen wurde.
Gäste auf dem roten Sofa waren die u.a.
die Autorin Annika Reich, der Verleger Marc Berger
und ich als Gastgeber.

Die Erstausstrahlung ist am
Sonntag den 25.03.12 um 20:45 Uhr
im Fernsehsender TV-Alex.

Wiederholungstermine:

Mo 26.03., 23:30 Uhr
Fr 30.03., 18:45 Uhr
So 08.04., 20:45 Uhr
Mo 09.04., 23:30 Uhr
Fr 13.04., 18:45 Uhr

Moderiert wurde der herrlich schräge Abend von Christian Stahl, über dessen Film "Gangsterläufer" Sie hier was erfahren können, falls Sie ihn noch nicht gesehen haben. Und wer mit uns beiden einen Kaffee trinken möchte, kommt in den "Mörder" in die Borsigstraße kurz nach neun immer mal wieder -
http://www.gangsterlaeufer.de/

Wieder in Berlin, aber noch immer nicht zurück aus Köln



Über die litcologne kann ich Euch noch nichts erzählen, weil ich noch nicht wieder auf dem Boden gelandet bin und dieses Gefühl des Schwebens noch ein bisschen beibehalten möchte... aber in ein paar Tagen berichte ich dann über eine der schönsten Lesungen meines Lebens, Nadas' 80-seitige Sexszene, den berührenden, vitalen, verschmitzten Ausdruck von Tranströmers linker Hand, über eine alten Bekannten, der Impressario auf seine Visitenkarte drucken möchte und die Frage, warum Musik hilft, wenn man nachts im Wasserturm keine Pommes Frittes mehr bekommt.

PS: Hat jemand schon mal einen gemeineren Videostill gesehen als das hier? Das Videostill? Der Videostill?

Donnerstag, 15. März 2012

Die Niemanns


Die Niemanns, so heißt die Familie von Astrid Lindgrens wilder Lotta, und so heißen die Freunde, bei denen ich jede Woche Yoga mache. Lisa Zeitz und Christoph Niemann haben eine Discokugel im Keller, sind auf unnachahmliche Art schräg und bodenständig zugleich, und wenn ich ihre beiden roten muschelförmigen Sessel hintereinander schiebe, um meine Matte auszurollen, sagt Lisa: "Bitte keinen Möbel-Porn!" Morgen Abend läuft Lisas erster Krimi im Fernsehen. SOKO Leipzig. Ansonsten schreibt sie über Kunst, manchmal zwölf Artikel gleichzeitig. Dann geht der erste Krieger besonders gut.
Christoph Niemann ist einer meiner Weltlieblings-Illustratoren und hat sich das originellste Buch über New York ausgedacht, das ich kenne: I Lego N.Y. Sein "Abstract Sunday Blog" der NYTimes made my day  - trotz GRAUGRAUGRAU und dem 3/4-Seiten SZ-Verriss. Danke, liebe Niemanns, Ihr seid die Discokugel meines Donnerstags!


Mittwoch, 7. März 2012

Wie ich auf Horowitz gekommen bin...

Während meiner Buchpremiere im Roten Salon ist mir wieder eingefallen, wie ich auf die Idee von Horowitz, dem Meeresforscher aus meinem neuen Roman, gekommen bin.
Denn genau dort hatte sich Bernhard Siegert (Uni Weimar) nach einem grandiosen Meeres-Vortrag bei mir beklagt, dass es keine großen Meeres-Romane gebe. Ich solle doch mal einen schreiben, sagte er dann, aber einen richtigen mit Freibeutern, Walfang, Stürmen, Schiffbrüchen usw.... Als ich nicht sofort antwortete, schaute er mich skeptisch von der Seite an und sagte: "Schreib jetzt bloß keinen Roman über jemanden, der nur übers Meer nachdenkt!" Und da dachte ich mir: das ist es - ich schreibe ein Buch über jemanden, der sein ganzes Leben nur übers Meer nachdenkt, ohne je am Meer gewesen zu sein. Horowitz eben.

Montag, 5. März 2012

Der Russe ist einer, der Birken liebt


Am Wochenende habe ich endlich Olga Grjasnowas Roman Der Russe ist einer, der Birken liebt gelesen.
Ich habe lange darüber nachgedacht, was es ist..., und so weit bin ich gekommen: Ich vermute, Olga nimmt die Worte einzeln in die Hand, besprüht sie einmal von jeder Seite mit einem magischen Zeugs und fädelt sie dann zu Sätzen auf, die so tun, als wüssten sie von nichts. Oder wie lässt sich das sonst erklären, dass die Sprache bei ihr so plastisch ist, so funkelnd, und ich andauernd das Gefühl hatte, ich höre eine Art Fremdsprache, obwohl ich jedes einzelne Wort schon hundertmal gelesen habe?

Freitag, 2. März 2012

Spule ins Meer


"+1" war das Thema der letzten Fernschreiber-Runde für den Zündfunk auf Bayern 2, und dieses Bild die Illustration dazu... Was das alles  mit Anagrammen, Derrida und dem Meer zu tun, können Sie hier nachlesen oder noch besser: nachhören. Aber vorher würde ich doch gerne noch wissen: Sind das Lamas oder Alpacas? Oder noch anders: gibt's die wirklich?

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/kolumnen-sendungen/fernschreiber/fernschreiber_annikareich_spule_ins_meer100.html


Und hier geht's zu Norbert Niemann, der über das selbe Thema geschrieben hat:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/fernschreiber-1_x106.html

Gerade haben wir uns gemailt, um uns darüber zu wundern und zu freuen, wieviele Berührungspunkte es in fast jeder Staffel zwischen unseren Texten gibt. Und wie das aussieht, wenn wir uns öffentlich (und zusammen mit Katja Huber) wundern und freuen, sehen Sie hier:

Donnerstag, 1. März 2012

Frühlingsgefühle



Heute ist meine Buchpremiere - heute Abend um 20 Uhr im Roten Salon der Volksbühne. Vor zehn Minuten hat der hochattraktive Finne Yuka (dieser Akzent!) schon kistenweise Wein geliefert, jetzt suche ich die Szenen für die Lesung aus und danach fahre ich ins Lafayette, um mich über die Käse- und Törtchentheke zu beugen.
Erinnert sich jemand an die Törtchenszene aus meinem letzten Roman "Durch den Wind"? Diese hymnische Beschreibung der Lafayette-Törtchentheke von Friederike war, glaube ich, die einzige Szene, die ich je geschrieben habe, die ganz ungefiltert meiner Wahrnehmung entspricht... Und pünktlich zu Yuka, Törtchen und Buchpremiere gibt es zwei Rezensionen, eine davon mit dem Titel: Frühlingsgefühle. Heute ist ein schöner Tag.

http://www.einslive.de/magazin/literatur/2012/03/tiffany.jsp

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/lesungannika-reich-bezirkehopping/6266810.html

Und gerade hab ich noch eine entdeckt - in der VOGUE:

http://www.vogue.de/kultur/buecher/buch-tipp-annika-reich-34-meter-ueber-dem-meer