Montag, 13. Oktober 2014

Buchmesse 2014


So war meine Messe am schönsten: Nüchtern, juristisch unscharf, mit beschränkter Haftung und natürlich mit la legendary Lektorin Lina Muzur.


Montag, 6. Oktober 2014

ERAschreibkurse



Dieser Tisch steht zehn Minuten von meinem Schreibtisch entfernt. Und ich habe mich selten so auf einen Tisch gefreut.
Denn an ihm werde ich ab nächstem Jahr mit Steve Ayan, Jan Peter Bremer, Ulrike Draesner, Annett Gröschner, Thomas Klupp, Terézia Mora, Kerstin Preiwuß, Antje Rávic Strubel, Verena Roßbacher, Alexander Schimmelbusch, Jasper Fabian Wenzel, Florian Werner das Schreiben von Literatur unterrichten. Sabine Scholl leitet die ERAschreibkurse von Elisabeth Ruge. 

Mehr Infos unter: http://elisabeth-ruge-agentur.de/schreibkurse/

PS: Die Wände sind auch schön.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

It's a catalogue!



Mit Texten von Beat Wismer, Philipp Kaiser, Ulrich Loock, Dustin Breitenwischer und einem Best-of von http://insidethespeaker.tumblr.com (Annett Gröschner, Dustin Breitenwischer, Marcus Steinweg und ich). Erschienen bei Walther König mit Papier, das duftet.

Montag, 21. Juli 2014

Insidethespeaker. Das tumblr-Blog zu Katharina Grosse



Ende September eröffnet Katharina Grosse eine große Ausstellung im Museum Kunstpalast in Düsseldorf: Inside The Speaker.
Seit ein paar Wochen gibt es ein tumblr-Blog, in dem Annett Gröschner, Marcus Steinweg, Dustin Breitenwischer und Helene Hegemann Texte über Katharina Grosses Arbeit posten.
Es geht um Katzen und Grabsteine, Umsichten und Umgebungen, Hegel und Graffiti.
Es geht um Grosses letzte Ausstellungen: psycholustro in Philadelphia (Detailphoto oben) und Wer, ich? Wen, Du? im Kunsthaus Graz.
Aus all dem bastele ich dann eine Katalog-Collage für Düsseldorf. Und zur Inspiration habe ich mir den Grazer Katalog gleich mal um den Hals gewickelt.







Freitag, 6. Juni 2014

PROSANOVA und Fragen wie Fichte

Letztes Wochenende war PROSANOVA. Mein erstes Mal. Man bekommt dort eine Autorentasche mit weissen Mäusen und Schaumerdbeeren. Und eine großartige Lesung nach der anderen.
Jan Brandt, Jo Lendle und ich haben zusammen ein neues Lesungsformat ausprobiert: #brandtlendlereich Social Reading. Wir standen - im noch leicht ausbaufähigen Kraftwerkstyle - vor unseren Laptops und haben unveröffentlichte Texte gelesen, die die jeweils anderen vorher auf rapgenius kommentiert hatten. (Kommentare sind zu finden, wenn man Jan PN14 , Jo PN14 und Annika PN14 eingibt).

Foto: Stefan Mesch


Die Texte erschienen hinter uns auf einer Leinwand. Die Kommentare wurden eingeblendet und vorgelesen. Ich würde damit sofort auf Tour gehen und mir dafür so einen Kraftwerkanzug machen lassen. Dann aber mit Schwarzlicht! (Ist mir auch noch nie aufgefallen, wie sehr Mr. Kraftwerk aussieht wie Bill Murray...)


Nachhören kann man es auf Litradio » Literatur zum Hören » #brandtlendlereich

Zwischendurch haben Jan Brandt, Antje Ravic Strubel, ich und andere noch Fragen für 114 beantwortet: Bist du sparsam? Macht dir Schreiben Spaß? Hast du wiederkehrende Träume?
Zu später Stunde sind Lina Muzur und ich dann noch in den Festival-Kiosk eingestiegen. War das alles schön! 












Nachtrag: Victor Kümel hat das, was Jan, Jo und ich da auf der Bühne versucht haben, so viel besser beschrieben als ich es konnte:


http://openmikederblog.wordpress.com/2014/06/06/prosanova-14-nachbericht/

Montag, 19. Mai 2014

Wie man trotzdem lebt. Die rätselhafte Krankheit meiner Cousine und ihre Kunst der Hoffnung.

Lilan und Leopold  copyright: Lilan Patri

Heute habe ich im FAZ-Blog "Ich.Heute.10vor8." über meine schwerkranke Cousine Lilan geschrieben: "Wie man trotzdem lebt." Bevor ich diesen Text geschrieben habe, war mir nicht so klar, wie sehr ihr Leben ein Spiegel meines Lebens ist.
Es ist ein Text über die Kapitulation der Medizin, Ignoranz, Männer auf Balkonen, grüne Stiefel und über den wunderbar zarten Kater Leopold, aber vor allem ist ein Text über Lilan, die Virtuosin der Hoffnung.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Bettina Khano in voller Blüte



Es hat mich vollkommen unvorbereitet getroffen.
Zur Eröffnung der Ausstellung von Bettina Khano im Kunstverein Oldenburg bin ich mit Freunden von Berlin nach Oldenburg gefahren, wir haben im Zugabteil gepicknickt, und alles war gut.
Doch kaum betrat ich die Räume, hat es mich erwischt. Ich war so überwältigt, dass ich weinen musste. Und es hörte nicht mehr auf. Mir war das total peinlich. Doch je mehr ich erkannte, wie Bettina Khano sich hier Raum genommen hatte, wie schlafwandlerisch präzise sie Räume bespielen kann, wenn sie ihr anvertraut werden, desto schlimmer wurde es. Am Schluß war es mir dann nicht mehr peinlich.


Am Schluß dachte ich: so etwas passiert mir immer dann, wenn ich merke, dass etwas in voller Blüte steht.


Die Ausstellung läuft noch bis zum 18.5.

Sonntag, 4. Mai 2014

Take these Broken Wings



Meine amerikanische Cousine liegt seit vier Jahren im Bett und kann das Haus nicht mehr verlassen. Früher waren ihre Schuhe immer sofort abgelaufen, so rasant war ihr Gang. Ihr Bett steht nur ein paar Straßen von mir entfernt, aber oft ist sie zu schwach, um Besuch zu bekommen. Manchmal macht sie mir die Tür in einem flauschig-pinken Einhornkostüm auf, um uns beide zum Lachen zu bringen, manchmal hockt sie auf der Schwelle, weil selbst die Minute Stehen ihr zu viel Kraft raubt. Sie ist der tapferste Mensch, den ich kenne, und einer der witzigsten. Wie sie es schafft, in dieser Dunkelheit noch Sinn für Einhörner und all die skurrilen Kleinigkeiten des Lebens zu haben, weiß ich nicht.
Als es noch nicht so schlimm war, hatte sie einen Buchvertrag mit Fischer, einen von der glamourösen Sorte. Doch selbst das Schreiben ist inzwischen zu anstrengend. Dabei kann sie schreiben, sie kann schreiben und sie kann malen. Sie kann das. Sie hat diesen Blick aufs Leben, der so schräg wie präzise ist. Alles ist da, aber die Krankheit ist größer.
Doch seit letzter Woche hat sich ein Loch geöffnet. Größer ist die Krankheit immer noch, viel größer, aber sie hat jetzt doch etwas geschrieben und doch etwas gemalt, und dass sie das geschafft hat, ist so groß, dass ich es kaum fassen kann. Seit letzter Woche hat sie einen Blog. Wieviel das für jemanden bedeutet, dem ein offenes Fenster zu viel Wirbel ist, wissen wir alle nicht. Aber hier ist er: Take these broken wings.
Bei jedem neuen Text und jedem neuen Bild muss ich mich eine Weile ans offene Fenster stellen, damit diese Mischung aus Freude und Trauer, die ihre Worte auslösen, genug Raum bekommen. Bravo, Lilan!

Dienstag, 29. April 2014

Mein Schreibtisch ist eine Mimose


In der Literarischen Welt habe ich mich gerade über meinen Schreibtisch beschwert, der nicht nur ein ziemlich ausgewachsenes Archivproblem hat, sondern sich auch am liebsten in Sicherheit bringen würde - vor mir und meinem Leben. Ich finde: er ist eine Mimose.

Donnerstag, 20. März 2014

Alice Nkom







Gestern durfte ich bei Katrin Göring-Eckardt Alice Nkom treffen.
Alice Nkom ist Rechtsanwältin und kämpft in Kamerun für die Rechte der Homosexuellen.

Es gibt Menschen und dann gibt es Menschen, denen man sofort ansieht, dass sie zu der seltenen Sorte gehören, die die Welt verändern können. Das klingt kitschig, ist aber glaskar. Eine vollkommen zentrierte Kraft und eine gleichzeitig gelassene und kämpferische Pracht.

Als wir sie fragten, wer ihre Feinde im Kampf gegen die Homophobie sind, sagte sie: die Ignoranz.

Das Foto sieht aus wie ein peinliches Fan-Foto, und es ist auch ein Fan-Foto, ich werde es mir rahmen.Wie ich ihre Hand festhalte...

Alice Nkom hat gerade den Amnesty International Preis gewonnen.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Fünf Vorschläge für das neue Jahrtausend

 


Jan Brandt, Nikola Richter, Clemens J. Setz, Jörg Albrecht, Hannes Bajohr und ich schreiben gerade gemeinsam live auf einem Etherpad. Auf 114, dem Blog des S. Fischer Verlags. Später mehr, jetzt muss ich schnell dahin zurück...

Donnerstag, 13. Februar 2014

Mittwoch, 12. Februar 2014

Warum ich die deutsche Einheit im Zirkus gefeiert habe - ein Geständnis

Bettina Khano: Befogged




Heute erzähle ich in unserem Faz-Blog "Ich. Heute. 10vor8.", warum ich die deutsche Einheit im Zirkus Roncalli gefeiert habe und was danach geschah. Eine sehr private Geschichte über die fehlende westdeutsche Selbstreflektion nach 1989.
Die Bilder in dem Beitrag sind Werke von Bettina Khano, die für mich dieses Gefühl des Blinden Flecks genau auf den Punkt bringen. Bei der hier gezeigten Arbeit muss man ganz nah an die Spiegelecke herantreten, um sich überhaupt zu spiegeln, aber es bleibt trotzdem trüb.

Dienstag, 21. Januar 2014

Schreiben und Kinder: Von Pilgerreisen, Mittelohrentzündungen und Provinzdiskos




Die Literarische Welt hat gefragt, wie das so ist mit der Vereinbarkeit von Schreiben und Kindern.
Annett Gröschner, Tilman Ramstedt, Kathrin Schmidt und viele andere haben geantwortet.

In meinem Text  "Romane schreibt man nicht in Teilzeit" erzähle ich von meiner ersten hochschwangeren Lesung, vom Zusammenhang zwischen Schlafentzug und Pilgerreise, vom halbseidenen Wippen und meinem wackeligen Selbstverständnis als schreibende Mutter.

Was ich in der Welt nicht erzählt habe, sind die Provinzdisko-Ausflüge mit den Buchhändlern, in die man sich auch nur dann so reinstürzen kann, wenn man gerade der siebenundzwanzigsten Mittelohrentzündung seines kleinen Sohnes entkommen ist.

Freitag, 17. Januar 2014

Großer Spaß: Herbert analysiert mein Bücherregal





War das ein Spaß: Herbert analysiert mein Bücherregal!
Es ging um Heimweh- und Fernwehdenker, um Schüchternheit, Frauenliteratur und Hedonismus.
Hier zeige ich Herbert gerade den Giftschrank in meinem Arbeitszimmer. Von mir aus hätten wir noch ein paar Stunden weiter drehen können, sich mit Herbert anzupflaumen ist eine meiner Weltlieblingsbeschäftigungen.

Dienstag, 26. November 2013

Das muss ich haben!


Als ob ich es nicht immer geahnt hätte, hier an meinem Kirschholztisch auf meinem Kirschholzstuhl: es geht wesentlich cooler.

Danke Gekettes!

Mittwoch, 13. November 2013

Faz-Blog mit Radau

Logo: Anna Sartorius von e o t


Heute mit einem Text von Annett Gröschner und Nora Bossong zum Umgang mit der NSA-Affäre.

"Mit Radau"

Ein Plädoyer für die weitere Einmischung der Überwachten. Der Beitrag thematisiert auch die fortdauernde Antwortlosigkeit der Regierung auf den offenen Brief, den wir (zwei Dutzend Autorinnen und Autoren samt kistenweise Unterschriften) im September vor dem Kanzleramt überreicht haben.


Dienstag, 12. November 2013

Literarisches Quartett für Kinder und Jugendliche


 
 
 
Am Sonntag, den 17.11. um 15 Uhr findet wieder "Das Literarische Quartett für Kinder und Jugendliche" in der Tucholsky-Buchhandlung (Tucholskystraße 47) in Berlin statt. 
Diesmal stellen die jungen Kritiker u.a. "WUNDER" von Raquel J. Palacio und "Artemis Fowls - Das magische Tor" von Eoin Colfer vor. 
Der Buchhändler und ich moderieren. Es gibt Gummibärchen. Kommt vorbei!

Montag, 11. November 2013

Neues Blog auf FAZ.NET: Ich. Heute. 10 vor 8.







     
Endlich! Heute geht es los mit unserem Blog auf FAZ.NET.
Wir, das sind: Autorinnen, Verlegerinnen, Journalistinnen, Wissenschaftlerinnen, Unternehmerinnen, Künstlerinnen, Musikerinnen und Gastautorinnen aus allen Ecken der Gesellschaft.

Ab jetzt Montag, Mittwoch, Freitag morgens um 10 vor 8.

Mit Annett Gröschner, Nora Bossong, Elisabeth Ruge, Stefanie Lohaus, Julia Voss, Ulrike Demmer, Katharina de la Durantaye, Marion Detjen, Catherine Newmark, Andrea Hanna Hünniger, Julia Eckert und vielen anderen. 

Den Anfang mache ich mit: "Der Bürger im liegenden Kaktus". Heute im Feuilleton und Online.


Das Logo hat Anna Sartorius von e o t - Büro für Buchgestaltung und Ausstellungsdesign entworfen, und die Autorinnenportraits hat Erica Overmeer fotografiert.

Viel Spaß beim Lesen!

Freitag, 18. Oktober 2013

Klassik-Pop-Et Cetera im Deutschlandfunk

 


Am Samstag, den 19.Oktober um 10.05 erzähle ich Ihnen in der Sendung Klassik-Pop-Et Cetera im Deutschlandfunk Geschichten über Lieder, die in meinem Leben eine wichtige Rolle gespielt haben.

 So bekommen Sie neben der wunderbaren Regina Spektor u.a. Schubert, Falco, Gudrun Gut, Philip Glass und Björk zu hören. Und dazu Geschichten über den coolen Sohn meiner Klavierlehrerin, über die erste heißverliebte Autofahrt mit meinem Mann, übers Brötchenschmieren mit Lisa Bassenge, warum spätabends oft mal Falco sein muss, und und warum ich im ersten Klavierkonzert meines Lebens einen Matrix-Moment hatte.



Freitag, 11. Oktober 2013

Video zur Buchpremiere von Katharina Grosse



Eigentlich sollte hier das Video der Buchpremiere von Katharina Grosse in der Sammlung Hoffmann eingebettet sein (bin mir nicht mal sicher, ob die Vokabel stimmt), aber ich schaffe es leider nicht...
Deswegen bekommen Sie hier nur den link: https://vimeo.com/76062813.

Donnerstag, 19. September 2013

Kisten schleppen mit Autoren

 
Juli Zeh hatte vor einiger Zeit einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin geschrieben, um gegen die Haltung der Bundesregierung zur PRISM-Affäre zu protestieren, den viele Autorinnen und Autoren unterschrieben haben, u.a. ich. Inzwischen sind es 67.407 Unterschriften. Eine Antwort kam nie. Gestern haben wir den Brief vor dem Zaun des Kanzleramts noch einmal laut vorgelesen und unsere Kisten mit den Unterschriften im Bundespresseamt abgegeben. Es hat den ganzen Tag geregnet, nur in den eineinhalb Stunden nicht.  Sprechen wollte niemand mit uns. 

Wir fordern keine Lösung, sondern eine Willenserklärung. Netzpolitik ist Weltpolitik. Marcus von Jordan schrieb mir neulich: Die Frage nach der Sicherheit unserer Dekade werde der Tinnitus der nächsten Dekade sein. Es geht ja nicht nur um Briefgeheimnis etc., es geht um den Anspruch auf Mündigkeit und Freiheit jedes einzelnen Bürgers. Die Technik wird es nicht richten, Verschlüsselungen sind symbolische Akte. Es ist also dringend nötig, dass unsere Regierung ihre Aufgabe ernstnimmt, Schutzmacht der persönlichen Freiheitsrecht zu sein. Ich frage mich auch, warum hier ein Menschenbild zugrundelegt wird, das vom Menschen als Risikofaktor ausgeht. Jedem kontrollgesellschaftlichen Begehren muss Einhalt geboten werden. All das klingt total naiv, muss aber trotzdem gesagt werden. Vielleicht tat es deshalb so gut, mit den Anderen die Kisten zu schleppen.

Tagesschau hat berichtet, und die Kulturzeit auch:

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=38496


Dienstag, 17. September 2013

Uncontrollable generosity - über die neue Monografie von Katharina Grosse


Gestern war die Buchpremiere von "Katharina Grosse", der Monografie, die Katharina Grosse, Ulrich Loock und ich zusammen herausgegeben haben. (Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln)

Das Gespräch fand in einem Werk von KG in der Sammlung Hoffmann statt. Erika Hoffmann trug selbst die tollsten Farben. Katharina, Ulrich und ich unterhielten uns rauschend über Vandalismus, positive Verschwendung, den euphorischen Umgang mit Grenzen, über den Zusammenhang von Sexualität und Malerei, den Blick und Feldspielstrategien.

Zwei Jahre haben wir an diesem Buch gearbeitet. Als wir anfingen, wussten wir überhaupt nicht, was es werden sollte. Ulrich erzählte gestern, dass wir ihm auf die Frage, über was er denn schreiben solle, geantwortet hätten: "Über alles!" und "Am Schönsten wäre Überschuß!" Wir haben die Bilder nach Resonanzen zusammengestellt und sind ihren Anziehungskräften gefolgt. Die ganzen zwei Jahre war ein Raum in Katharinas Haus mit unseren Bildern und Zetteln vollgeklebt. Es gab keine Institution im Hintergrund, keine finanziellen oder zeitlichen Limitierungen - paradiesische Zustände also. Die Kapitel heißen u.a.: "Uncontrollable generosity", "Meta entgleist", "Sphärenchips" und "Stoffwechsel".
Ich bin glücklich.





Montag, 12. August 2013

Graswurzeln 34 Meter über dem Meer




Über die Inselgalerie hat die von mir verehrte Julia Voss neulich einen Artikel in der FAZ geschrieben:

Berlin ist die Hauptstadt der Graswurzelbewegung

Das gilt auch in der Kunst: Die Berliner Inselgalerie entdeckt Malerinnen, deren Werke man selten im Museum findet. Damit korrigiert sie unrechtmäßige Leerstellen in der Kunstgeschichte. 


Ich freue mich also umso mehr auf den Abend!


Mittwoch, 31. Juli 2013

Wir Teflon-Bürger


Teflon ist nicht nur ein unverzweigtes, linear aufgebautes, teilkristallines Polymer aus Fluor und Kohlenstoff mit einem sehr geringen Reibungskoeffizienten, ich mag Teflon auch als Metapher so gerne, dass ich mein erstes Buch so genannt habe.
Die DuPont Company, der der Markenname Teflon gehört, hat sich übrigens ausdrücklich von meiner Erzählung distanziert. Wir durften Folgendes abdrucken: "DuPont has not authorized the use of Teflon in this book." Toll, oder?

Die Geschichte zu dem Cover von Teflon ist auch toll:




Meine Freundin Bettina Khano durfte das Cover gestalten. Sie machte einen wunderbaren Entwurf nach dem anderen, doch alle passten Suhrkamp nicht so richtig. Bei einem der letzten Telefonate, fiel dann der zündende Satz: "Frau Khano, wir brauchen einen Eyecatcher, verstehen Sie?" Frau Khano verstand. Eyecatcher -das können sie haben! Sie ging in Rudis Resterampe nebenan, kaufte dieses wunderbare Exemplar eines Eyecatchers und eine kariert-geblümte Wachstuchdecke, platzierte die beiden Rudi-Utensilien im Himmelblau und schickte es ab.

Und weil ich Teflon so mag, habe ich gerade noch einen Text mit diesem Wort im Titel geschrieben. Es ist mein zweiter Wahlkampf-Kommentar, der heute im Zündfunk gelaufen ist. Hier können Sie ihn nachhören: "Wir Teflon-Bürger".

Norbert Niemann und ich wechseln uns in unseren Kommentaren ab, und wenn Sie seinen Kommentar auch hören möchten, dann können Sie das hier: "Eine Verhöhung der Demokratie".

Donnerstag, 4. Juli 2013

Apathie, Apathie




Das hier sind Norbert Niemann, Katja Huber und ich bei einer Zündfunklesung, da war's noch lustig.
Jetzt schreiben Norbert Niemann und ich im Wechsel für den Zündfunk (BR 2) über den Wahlkampf. Und bei der Apathie, die ich im bisherigen Wahlkampf beobachtet habe, ist mir das Lachen vergangen.
Es wird also höchste Zeit, wieder mit Katja und Norbert auf einer Bühne zu sitzen, bzw. noch besser: höchste Zeit für ein Ende der Politiksimulation.

Den ersten Kommentar können sie hier nachhören: "Leere Schachteln".



Sonntag, 30. Juni 2013

hurt or heal

 
 
 
Gestern durfte ich Eva Illouz über Shades of Grey hören und danach mit ihr abendessen (manchmal ist das Leben reich an Güte).
Ich weiß nicht, wem ich lieber gegenüber gesessen hätte! Gut, ja, Johnny Depp und ein/zwei Anderen, die hier nicht verraten werden - aber da Johnny langsam aus dem letzten Loch pfeift und die Anderen nicht verraten werden können, war Illouz doch die N°1 Wunsch-Abendgesellschaft! 
Ich hab noch nie eine so eine direkte, durchlässige und leidenschaftliche Denkerin erlebt. In meinem Buch steht jetzt: "To Annika, who knows that words only hurt or heal." 
Auch so ein Satz.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Durch den Wind in der Schweiz

RTR, G. Dazzi

Gerade habe ich was Schönes gefunden: ein Gespräch, das ich 2010 mit Hardy Ruoss für die Reihe "52 beste Bücher" im Schweizer Radio über meinen Roman "Durch den Wind" geführt habe. Eine Frage besser als die andere. Ich weiß noch genau, wie euphorisiert ich aus dem Sender gelaufen bin. 
Was mich jetzt beim Hören nach drei Jahren aber doch sehr erstaunt, ist, wie wenig ich auf seine Fragen zur Emanzipation eingegangen bin.Und was mich auch noch erstaunt: dass ich heute das erste Mal nachgeschaut habe, wie er eigentlich aussieht, der Herr Ruoss. Hier ist er, und hier kann man's Nachhören: Klick.




Montag, 10. Juni 2013

34 Meter über dem Meer als Hörspiel

Zwei Frauen beim Einsprechen eines Hörspiels im Tonstudio (Rechte: WDR)



Im WDR 5 läuft am Dienstag, den 11. Juni, um 20.05 Uhr "34 Meter über dem Meer" als Hörspiel.

Ich bin wirklich sehr gespannt, wie Ella und Horowitz klingen, und Ellas Mutter erst!

Als ich das Hörbuch von "Durch den Wind" das erste Mal gehört habe, war ich erstaunt, wie groß die Diskrepanz  zwischen den inszenierten Sätzen und den Sätzen in meinem Kopf waren. "Meine" Frauenfiguren waren beispielsweise viel freundlicher und witziger als in der Inszenierung. In den Tagen danach habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich mich selbst vielleicht auch wesentlich freundlicher und witziger einschätze als die Welt da draußen das tut, und habe inständig nach einer Form gesucht, meine Freunde dazu zu befragen, ohne mich komplett lächerlich zu machen.
Diese Art Rückschluss von meinen Texten auf mein Selbstbild finde ich normalerweise irrelevant und uninteressant, aber durch die Interpretation eröffnete sich ein Raum, in dem solche Fragen auftauchten.

Für mich wird das morgen also aus mehreren Gründen ein aufregender Abend, und meine Freunde werden in den nächsten Tagen dann vielleicht auch wieder den einen oder anderen seltsamen Anruf bekommen.


Bearbeitung: Cornelia Walter 
Regie: Petra Feldhoff
Es sprechen: Anne Kanis, Peter Prager, Barnaby Metschurat, Barbara Schöne u.a.

Freitag, 17. Mai 2013

Nach Moos und nach Märchen



Das hier habe ich gerade fünffach von einem Paketboten überreicht bekommen, der aussah wie Patti Smith mit Mütze. Wenn das kein großartiges Omen für ein Buch übers Nachtleben ist!

Die Sammlung ist bei Suhrkamp erschienen und handelt u.a. von Moos und Märchen, Menschenfischern, Mülltüten, Maulbeeren und einem Hegelator. Meine Erzählung sucht das Berghain und findet Jessica 800. Marc Fischer stand auch "Vorm Berghain" - ich werde ich jetzt gleich mal lesen, was er da zu suchen hatte.

Nächsten Freitag lesen Jenni Zylka, Imran Ayata, Bernd Cailloux und ich unsere Geschichten vor, moderiert von Dirk Knipphals. Anschließend spielt Doctorella. Kommt Ihr?

24. Mai 2013 um 20 Uhr im Ex-HBC, Karl-Liebknecht-Straße 9